Kein Raum für Leugnung - Dokumentation des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehem. Jugoslawien

Diese Dokumentation befasst sich mit der Ermittlung und dem Nachweis der Fakten zum Genozid in Srebrenica. Sie zeigt die juristische Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) und dokumentiert, wie das Gericht durch forensische Beweise, Funkprotokolle und Zeugenaussagen zweifelsfrei nachgewiesen hat, dass die Verbrechen in Srebrenica einen Genozid darstellten. Der Film macht deutlich, dass angesichts der gerichtlichen Urteile kein Raum mehr für eine Leugnung der Ereignisse besteht

UN-General Philippe Morillon versprach den Zivilisten Schutz, bevor es zum Genozid kam

Versprechen ohne Rückhalt: Srebrenica 1993 „Ihr steht jetzt unter dem Schutz der Vereinten Nationen.“ Mit diesen Worten gab UN-General Philippe Morillon den verzweifelten Zivilisten in Srebrenica Hoffnung. Doch die Realität war eine andere. Das Problem: Die UN-Truppen hatten lediglich ein Mandat zum Beobachten und Dokumentieren. Sie waren weder rechtlich befugt noch militärisch ausgerüstet, um die Zivilisten aktiv gegen Angriffe zu verteidigen. Morillons Versprechen war ein menschlicher Impuls, der jedoch von Anfang an am schwachen politischen Rückhalt der internationalen Gemeinschaft scheiterte – eine Tragödie, die zwei Jahre später im Genozid endete.